USB-C-Dockingstation: ein Kabel für den ganzen Schreibtisch
Die Vorstellung ist bestechend: Notebook hinstellen, ein Kabel einstecken, und zwei Bildschirme, Tastatur, Netzwerk und Stromversorgung sind verbunden. In der Praxis scheitert das oft an drei Details, die keine Verpackung nennt.
Die Bandbreite teilt sich zwischen allen Geräten
Eine Dockingstation bekommt vom Notebook ein festes Kontingent an Datenleitungen und verteilt es. Zwei Bildschirme in hoher Auflösung bei hoher Bildwiederholrate können dieses Kontingent bereits ausschöpfen. Das Netzwerk und die USB-Buchsen leben dann von dem, was übrig bleibt, und in unserem Testaufbau war das der Grund für stockende Dateiübertragungen bei angeschlossenem zweiten Bildschirm.
- Ein Bildschirm in hoher Auflösung: fast immer unproblematisch
- Zwei Bildschirme: Anschlussart und Bildwiederholrate vorher prüfen
- Schnelle externe Laufwerke: eigene Buchse am Notebook bevorzugen
Ladeleistung muss zum Notebook passen
Eine Station mit 65 Watt versorgt ein sparsames Ultrabook, ein Gerät mit starker Grafikeinheit dagegen nur im Leerlauf. Unter Last entlädt sich der Akku dann langsam, obwohl das Kabel steckt. Rechnen Sie mit der Nennleistung des Originalnetzteils als Untergrenze und ziehen Sie nichts davon ab.
Eine Dockingstation ersetzt fünf Kabel. Sie ersetzt aber nicht die Anschlüsse, die Ihr Notebook nie hatte.
Nicht jeder USB-C-Anschluss kann alles
Am selben Notebook gibt es häufig Buchsen mit und ohne Bildausgabe, mit und ohne die schnellere Übertragungsart. Die kleinen Symbole neben der Buchse verraten es, und das Handbuch bestätigt es. Wer die falsche Buchse erwischt, sucht den Fehler stundenlang bei der Station.
Vor dem Kauf klären
Welche Anschlussart unterstützt Ihr Notebook, wie viele Bildschirme in welcher Auflösung brauchen Sie, und welche Ladeleistung fordert das Gerät unter Last? Diese drei Antworten verhindern die meisten Rücksendungen.