Bildwiederholrate am Monitor: was höhere Hertz wirklich bringen
Hohe Bildwiederholraten gelten als Sache der Spieler. Wer allerdings zwei Wochen an einem Bildschirm mit 120 Hertz gearbeitet hat und dann zurück auf 60 wechselt, erlebt etwas anderes: Der Mauszeiger springt plötzlich, statt zu gleiten.
Bildwiederholrate wirkt zuerst auf die Augen
Zwischen zwei dargestellten Bildern liegt bei 60 Hertz die doppelte Zeit wie bei 120. Das Gehirn füllt diese Lücke selbst auf, und genau diese Arbeit ermüdet über einen langen Tag. Beim Rollen durch eine Tabelle oder beim Ziehen eines Fensters sehen Sie den Unterschied ohne jedes Messgerät.
- Bürolast: der Gewinn liegt im ruhigen Zeiger und im lesbaren Textlauf
- Bildbearbeitung: der Gewinn ist gering, Farbtreue zählt deutlich mehr
- Bewegtbild: 24 Bilder pro Sekunde teilen sich sauberer auf 120 als auf 60 auf
Der Anschluss entscheidet, ob die Rate überhaupt ankommt
Viele Bildschirme laufen ab Werk auf 60 Hertz, obwohl sie mehr könnten. Die höhere Rate muss im Betriebssystem eingestellt werden, und sie hängt am Kabel: ein älteres Kabel oder ein passiver Adapter begrenzt die Bandbreite still und leise.
Ein Bildschirm, der seine beste Einstellung nicht ab Werk fährt, ist kein defektes Gerät. Er ist ein unausgepacktes.
In unserem Testaufbau liefen drei von vier frisch angeschlossenen Geräten zunächst mit der niedrigsten Rate, weil das mitgelieferte Kabel für die volle Auflösung bei voller Rate nicht ausreichte. Prüfen Sie die Einstellung, bevor Sie über die Bildqualität urteilen.
Reaktionszeit und Bildwiederholrate sind zwei Paar Schuhe
Die Angabe in Millisekunden beschreibt den Farbwechsel eines Bildpunkts, nicht die Zahl der Bilder. Ein schneller Panelwechsel bei niedriger Rate wirkt trotzdem hakelig. Umgekehrt zieht ein Gerät mit hoher Rate und trägem Panel Schlieren. Beide Werte gehören zusammen gelesen.
Was wir empfehlen
Für Büro und Werkstatt genügt eine Rate zwischen 90 und 120 Hertz vollkommen. Darüber wächst der Preis schneller als der spürbare Nutzen, und die Grafikkarte muss die Bilder auch liefern können.